Da die Coronapandemie eine Reise nach Italien verhinderte, um weitere italienischen Städte zu besuchen, werde ich in den nächsten Artikel mit euch durch Deutschland reisen. Auch hier gibt es viel interessantes zu sehen mit ebenso interessantem historischen Hintergrund. Also nach einer Einleitung vor zwei Wochen, wo ich die calvinische Küche behandelte, beginnen wir die Reise im Westen in der Rheinpfalz.           

Pfalz bedeutet Festung. Wenn ein Land einen solchen Namen bekommen hat, gab es sicherlich einen Grund dafür. Wenn man die Karte von Deutschland aus dem neunten oder zehnten Jahrhundert anschaut, sieht man, dass das damalige Deutschland um den Fluss Rhein lag – der Rest von Deutschland war eigentlich nur Urwald, der in den darauffolgenden Jahrhunderten langsam gerodet wurde. Die Elbe und die Donau spielten bei weitem eine nicht so wichtige Rolle wie der Strom im Westen des Landes, also der Rhein. Die Bedeutung des Rheins realisierte ich vor einigen Jahren, als ich an seinem Ufer in Eltville saß und beobachtete, wie ein Schiff nach dem anderen auf dem Fluss fährt, mit der Spitze beinahe auf dem Heck des vor ihm fahrenden Schiffes klebend. Nicht umsonst ist der größte „deutsche“ Hafen nicht Hamburg, sondern Rotterdam.

               Gerade die Region um den Zusammenfluss von Rhein und Neckar hatte eine Sonderstellung und die Spuren dieser frühen berühmten Geschichte sind auch noch heute merkbar. Wahrscheinlich spielte hier auch das milde Klima eine bedeutende Rolle. Die Erde ist hier sehr fruchtbar und obwohl die Region deutlich nördlich der Steiermark liegt, war ich immer wieder überrascht, dass die Vegetation hier zwei Wochen Vorsprung vor Graz hatte. Der Zusammenfluss des Rheins mit dem Neckar, geschützt vor den nördlichen Winden und Unwettern durch die Hügel der Bergkette des Odenwaldes bildet ein sehr angenehmes Mikroklima und die Natur weiß das entsprechend zu nutzen. Traditionell wurde hier immer Wein angebaut, was auf eine römische Tradition zurückzuführen ist. Dieses Gebiet gehörte einmal zum Römischen Reich als die Provinz Germania Superior. Man kann hier eine gute Ernte fast aller Produkte erzielen, dass daraus die Einheimischen nichts Essbares kochen können, ist eine andere Geschichte. Die örtliche Küche ist nicht gerade empfehlenswert, das hat aber einen historischen Hintergrund, von dem ich vor zwei Wochen schrieb.

               Liebhaber der Historie möchte ich durch dieses kleine Land führen und ihre historischen Schätze, aber auch die Fallen zu zeigen, die hier auf den Besucher lauern könnten. Meine deutschen Leser verzeihen mir hoffentlich den Blick von außen. Es handelt sich um einen Blick eines interessierten Touristen, der logischerweise nicht alle Einzelheiten wissen kann. Für ergänzende oder korrigierende Bemerkungen werde ich dankbar sein.

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               Es handelt sich grundsätzlich um vier Städte, die besuchswert sind, Worms, Speyer, Heidelberg und Mainz. Zu Pfalz gehört auch Kaiserslautern, das seinen Namen dem legendären Kaiser Friedrich Barbarossa verdankt, es ist aber doch ein bisschen weiter, obwohl hierher ein Fahrradweg von Worms führt, genannt „Kaiserweg“. Weil dieser Weg inmitten der Weinberge und Wirtshäuser führt und 40 – 50 Kilometer lang ist, kann er für die Fans der Fahrradtouristik sehr verlockend sein. Gerade in Kaiserslautern gründete Barbarossa seine „Pfalz“, also eine Festung, die Deutschland von Westen schützen sollte und nach dieser Festung wurde dann die ganze Region benannt. Die Stadtrechte bekam Kaiserslautern von Rudolf von Habsburg um mehr als hundert Jahre später. Die Rheinpfalz war nämlich der Besitz und eine Stütze der Macht der deutschen Kaiser aus der Familie der Staufer.

               Heute werden wir uns auf dem linken Rheinufer aufhalten, auf das rechte Ufer kommen wir in zwei Wochen, ich habe nicht vor, die Geduld meiner Leser mit Artikeln, die länger als fünf Seiten sind, zu strapazieren.

               Wenn wir uns entscheiden, die Geschichte dieser Region zu verfolgen, müssen wir in der ältesten Stadt beginnen, also in Worms. Nicht aber aus dem Grund, dass diese Stadt unter dem Namen Borbetomagus bereits in den Zeiten des Römischen Reiches existierte oder sogar bereits früher – sie kämpft mit Trier um den Status der ältesten deutschen Stadt überhaupt. In Worms wurde laut einer Legende der heilige Martin gefangen gehalten, der den Militärdienst dem letzten heidnischen römischen Kaiser Julius Apostata verweigerte. Aber gerade in Worms spielt sich großteils die bekannteste Geschichte der altdeutschen Sagen ab, nämlich die Nibelungensage. Weil Nibelungen zum Stamm der Burgunder gehörten, dachte ich lange, dass sich die Geschichte um den unverletzlichen Helden Siegfried, seinem heimtückischen Mörder Hagen, der stolzen Königin Brunhild und der rachsüchtigen Kriemhild irgendwo im heutigen Burgund abgespielt hatte. Ich musste etwas Besseren belehrt werden. Die Burgunder röteten sich (natürlich mit Hilfe von Attila und König Theodorich) am Rheinufer aus. Das Burgunderreich, angeführt von drei Brüdern – Königen Gundaharius (Gunter), Godomaris (Gernot) und Gislaharius (Giselher) wurde tatsächlich im Jahr 437 von Hunnen unter Anführung von Attila (Etzel) vernichtet. Die Reste der Burgunder zogen dann nach Südwesten und gründeten am Fluss Rhône das spätere Burgunderreich. Deutsche Sagen kann man nicht mit dem in den Märchen üblichen Satz beenden „und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie bis heute“. Dort überlebt nämlich niemand!

               Über Siegfried stolpert man in Worms auf jedem Schritt – auf dem Siegfriedsbrunnen vor der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, auf dem Weg vom Bahnhof ins Stadtzentrum, wo eine Skulptur das ganze Nibelungendrama inklusiv Siegfrieds Ermordung schildert oder auf dem Rad der Geschichte von Gustav Nonnenmacher (1914 – 2012) auf dem Obermark.

Das größte Denkmal hat aber der verräterische Hagen. Seine riesige Statue steht am Rheinufer, wo er in den Fluss den Nibelungenschatz vergraben hat – der seitdem allen Versuchen zum Trotz niemand gefunden hat. (Interessant ist, dass man den Namen Siegfried, Brunhild, Kriemhild, Gunter, Gernot oder sogar den Namen des Freundes Hagens Volker heutzutage nicht so selten begegnet, nicht aber Hagen. Dieser „größte Held“, der „Tronjer“, ist irgendwie in Ungnade gefallen). Und Giselher ist offensichtlich nicht genug sexy. Eine Nibelungenmuseum gibt es in Worms übrigens auch.

               Worms ist allerdings durch seine Kathedrale berühmt.

In Deutschland gibt es drei gigantische romanische Kathedralen – in Worms, Speyer und Mainz – logischerweise alle am Rhein. In diesem Artikel besuchen wir zwei davon. Die Kathedrale von Worms ist sicher besuchswert, obwohl sie ihre ursprüngliche romanische Innenausstattung verlor und innen barockisiert wurde. Worms verdankt seinen Aufstieg der Salischen Dynastie der deutschen Kaiser. Hier wurde der Gründer dieser Dynastie Konrad genannt „der Rote“ (er herrschte in den Jahren 1024 – 1036) geboren und begraben und von hier aus herrschten alle Heinrichs dieser Dynastie (der dritte bis der fünfte), wobei der mittlere, also der vierte in seinem Streit mit dem Papst Gregor seine Bußefahrt nach Canossa auf sich nehmen musste. Die drei Tage im Frost vor dem Tor der Festung Canossa brachte sein Blut zum Kochen. Nach seiner Absolution durch den Papst hat er den Pontifex in Rom angegriffen und vertrieben. Dieser starb dann in der Verbannung in Salerno und ob es für seine Seele ein Trost war, dass er später für seine Verdienste im Kampf gegen den Kaiser heiliggesprochen wurde, traue ich mich nicht abzuschätzen. Der Frieden zwischen der päpstlichen und kaiserlichen Macht, bekannt als „Wormser Konkordat“, wurde – wie es schon der Name dieses Dokumentes sagt – in Worms im Jahr 1122 unterschrieben und drei Jahre später starben die Salier mit Heinrich dem fünften aus. Ihre Nachfolger, die Staufen, übernahmen von ihnen die Liebe zur Residenzstadt. Friedrich Barbarossa ließ zur Kathedrale das nördliche Portal bauen, mit seiner eigenen Darstellung über die Eintritspforte.

Durch diesen Eingang betrat der Kaiser mit seiner Begleitung die Kirche bei feierlichen Anlässen, damit er nicht durch die Menschenmassen des gemeinen Volkes gehen musste. In der Kathedrale von Worms heiratete sein Enkel Friedrich II. im Jahr 1235 Isabella von England (sie war seine dritte Frau, wenn man seine größte Liebe Bianca Lancia nicht zählt), einen Tag vor dieser Hochzeit wurde – ebenso in Worms – der Kaisersohn Heinrich (VII) (aus der ersten Ehe des Kaisers mit Konstanze von Aragon) von seinem Vater gefangengenommen und ins Gefängnis geworfen, aus dem er nie mehr herauskam.

               Worms ist auch durch seine jüdische Geschichte berühmt. Weil die Juden im Reich einen direkten Schutz des Kaisers genossen (sie zahlten ihm dafür eine spezielle Steuer – einen so genannten „Jüdischen Groschen“ – diesen Schutz hat Kaiser Karl IV. aufgehoben) ist das kein Wunder, dass sie den Schutz direkt in der Residenzstadt suchten. Heute findet man noch immer viele Erinnerungen an die jüdische Vergangenheit der Stadt inklusiv Synagoge, Jeschiwa und Friedhof (so genannter „Heiliger Sand“), die man besuchen kann.

               Worms ist keine kompakte historische Stadt. Diese Tatsache ist die Folge der zweimaligen Zerstörung der Stadt. Die erste kam im Jahr 1689 in Rahmen des Pfälzer Erbfolgekrieges (1688 – 1697). In die Stadt zogen französische Truppen des Königs Ludwig XIV. ein und machten die Stadt dem Erdboden gleich – auch die berühmte Kathedrale fiel einem Brand zum Opfer. Diese fatale Tätigkeit der Franzosen in der Pfalz werde ich noch mehrmals erwähnen müssen. Die Stadt wurde neu aufgebaut (deshalb ist die Innenausstattung der Kathedrale barock), obwohl an der Stelle des ehemaligen prächtigen Rathauses (eines Gebäudes mit einem symbolischen Namen „Münze“) die Dreifaltigkeitskirche gebaut wurde. (Der Besuch der Franzosen wurde von den Einheimischen als Strafe Gottes gewertet). Das zweite Mal wurde die Stadt durch die Bombardierung der Alliierten im April 1945 vernichtet und deshalb stehen zwischen den historischen Gebäuden (man sagt, Worms hätte die größte Anzahl der romanischen Baudenkmäler im ganzen Deutschland und ich habe es wirklich bis zu meinem Besuch von Köln geglaubt) findet man – ähnlich wie zum Beispiel in Mainz – moderne Häuser, wodurch der Gesamteindruck gestört wird.

               Worms ist unmittelbar mit dem Namen Martin Luthers verbunden.

Er wurde zum Reichstag in Worms, der im Jahr 1521 abgehalten wurde, eingeladen, um vor dem Kaiser Karl V. seiner Lehre abzuschwören. Als er sich weigerte und seine berühmten Worte sagte: „Hier stehe ich. Gott helfe mir. Amen.“ wurde ihm trotzdem vom Kaiser ein freies Geleit gestattet. Wenn also Karl ehrlicher als Sigismund von Luxemburg im Falle von Jan Hus im Jahr 1415 war, hatte er als Kaiser umso weniger politische Erfolge. Einem ehrlichen Politiker wird offensichtlich ein Erfolg verwehrt.

               Luther ist in Worms ein riesiges Denkmal gewidmet, wo er mit seinen Unterstützern, Mitstreitern sowie auch Vorgängern dargestellt wird. Unter ihnen hat neben Petrus Valdes, Giacomo Savonarola und John Wyclif auch der bereits erwähnte Jan Hus seine Statue.

               Auf dem gleichen Reichstag wurde infolge der Intervention der Tante des Kaisers Margarete über die Teilung der habsburgischen Länder zwischen dem damals einundzwanzig Jahre alten Kaiser und seinem achtzehnjährigen Bruder Ferdinand, der später zum Kaiser Ferdinand I. werden sollte am 28.April 1521 entschieden. Hier fiel auch die Entscheidung, dass Ferdinand die Prinzessin Anna von Böhmen heiraten sollte (was dann am 26.Mai 1521 in Linz wirklich passierte), was ihm später auch die tschechische und ungarische königliche Krone brachte. In die Heiratsurkunde aus dem Jahr 1515 konnte endlich auf der leeren Stelle neben der Braut der Name des Bräutigams geschrieben werden. Im Jahr 1515 war nämlich noch nicht klar, wer die damals zwölfjährige Anna heiraten würde, ob Karl oder Ferdinand. Die Hochzeit fand also in Vertretung statt, der Bräutigam wurde durch den Großvater beider Kandidaten, den Kaiser Maximilian I., vertreten und in der Heiratsurkunde wurde eine freie Stelle gelassen. Die Hochzeit zwischen Ferdinand und Anna wurde allerdings am 26. Mai 1521 in Linz wiederholt und aus der glücklichen Ehe entsprangen fünfzehn Kinder. Auch dieses Glück der habsburgischen Familie hatte also ihren Ursprung in Worms.

               Wir verlassen aber jetzt das historische Worms und ziehen einige Kilometer und Jahre in der Geschichte weiter, nämlich nach Speyer. Speyer ist ein wunderschönes Städtchen. Wenn Worms als eine moderne Stadt mit zerstreuten historischen Denkmälern wirkt, ist Speyer ein einziges historisches Denkmal, dominiert natürlich von seiner gigantischen romanischen Kathedrale.

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Auch Speyer wurde durch französische Truppen im Jahr 1689 dem Boden gleichgemacht. Und dann noch einmal durch die französische Revolutionsarmee im Jahr 1793 – die Nachbarschaft der „Grande Nation“ war für diese Region wirklich kein Segen. Der Kaiser Friedrich Barbarossa wusste ganz genau, warum er sein Kaiserslautern gebaut hatte, aber nicht einmal das hat gegen die Franzosen geholfen. Gott sei Dank wurde aber die Kathedrale in Speyer verschont und was dann später um diese Kirche aufgebaut wurde und den Charme eines lieben Städtchens besaß, war den Alliierten im zweiten Weltkrieg keine Bombe wert. Deshalb ist der Besuch von Speyer ein liebes Erlebnis.

               Natürlich muss man die Kathedrale besuchen. Es ist ein riesiges Gebäude, man darf sich nicht durch ihren ersten Eindruck abschrecken lassen. Alle drei romanischen Kathedralen wirken ein bisschen düster, die Zeit der großen gotischen Fenster sollte nur noch kommen. Die Kathedrale in Speyer begann bereits der Gründer der Salischen Dynastie Konrad II. im Jahr 1030 zu bauen. Er selbst erlebte die Vollendung der Kirche nicht und aus diesem Grund ist er als der einzige Salier in Worms begraben. Seine Nachfolger ruhen in der Krypta der Kathedrale in Speyer. Hier sind auch die ersten zwei römische Könige aus der Familie Habsburg begraben – Rudolf I. (er starb im Jahr 1291) und sein Sohn Albrecht (ermordet im Jahr 1308). Die Habsburger wollten damit ihre Nachfolgerschaft der Salier und den Abstand zu den Staufen, mit denen die römische Kurie nicht gerade gute Beziehungen hatte, demonstrieren. Interessant ist das Portrait von Rudolf auf seinem Sarkophag.

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Damalige Herrscher ließen sich üblicherweise in einer idealisierten Darstellung als triumphierende schöne Männer abbilden. Die Abbildung Rudolfs als eines alten müden Mannes entsprach seinem wirklichen Aussehen und entstand in dieser Form auf seinen ausdrücklichen Wunsch. Rudolf wollte nicht idealisiert, er wollte wahrhaft dargestellt werden, was in dieser Zeit eine absolut ungewöhnliche Sache war. Die Renaissance, die in der Herrschaftszeit von Friedrich II. ihren Ursprung fand und von der Kirche erbittert bekämpft wurde, war noch weit entfernt.

               Die Kathedrale in Speyer hat eine Bedeutung auch für tschechische Geschichte. Am 30.August 1310 heiratete hier der vierzehnjährige Sohn des Kaisers Heinrich VII. von Luxemburg Johann die achtzehnjährige Erbin des tschechischen Königreiches Elisabeth. Diese Hochzeit wies die Richtung nicht nur der tschechischen, sondern auch der europäischen Geschichte. Sie begründete die hundert Jahre dauernde Vorherrschaft der Luxemburger in Europa und aus dieser Ehe stammt der große Kaiser Karl IV., der Autor der „Goldenen Bulle“ aus dem Jahr 1356, eigentlich der ersten Verfassung des Römischen Reiches der deutschen Nation.

               In Speyer gibt es noch eine Kirche, die in der europäischen Geschichte eine bedeutende Rolle spielt. Gerade in dieser Kirche PROTESTIERTEN deutsche Fürsten, die inzwischen zur Lehre Martin Luthers übertreten waren, gegen die kaiserliche Entscheidung, diese Lehre zu verbieten. Es geschah auf dem Reichstag in Speyer im Jahr 1529 und seit diesen Tagen nennt man die reformierten Christen Protestanten.

               Speyer war einmal eine prächtige Stadt mit 68 Stadttoren und 38 Kirchen. Hier fanden 50 Reichstage statt. Auf einem von ihnen überzeugte zu Weihnachten 1146 der Gründer der Zisterzienserordens Bernhard von Clairvaux Kaiser Konrad III. zum Ausrufen des zweiten Kreuzzuges. Der letzte Reichstag in Speyer fand im Jahr 1570 statt, danach verlor die Stadt ihre Bedeutung und der Dreißigjähriger Krieg hinterließ in ihrer Pracht tiefe Narben. In der Stadt hatte seit 1526 das Reichskammergericht ihren Sitz, und zwar bis zur Vernichtung der Stadt im Jahr 1689.

               Das neue Speyer drückt sich um die Maximilianstrasse, es hat aber einen Charme und man findet hier schöne Gebäude wie zum Beispiel die „Alte Münze“, wo das Stadtpatriziat tagte, oder das Rathaus aus den Jahren 1712 – 1716. Und letztendlich auf der Gegenseite des Städtchens das „Altpörtel“, ein der schönsten Stadttore in Deutschland.

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Das Tor mit seinem Turm stammt aus dem Jahr 1230, wie es das Wüten der Französen im Jahr 1689 und 1793 überleben konnte, habe ich nicht erfahren. Und weiters, in Speyer gibt es das „Historische Museum der Pfalz“ mit Geschichte der gesamten Region von den römischen Zeiten bis heute, natürlich mit Betonung des ruhmreichen Mittelalters.

               Speyer ist wirklich sehr schön, wir verlassen es mit einem guten Gefühl, um ins Zentrum der Pfalz zu reisen, nämlich nach Heidelberg. Das aber in zwei Wochen, heute war es schon genug.

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