Die Stadt Genua ist heutzutage dadurch bekannt, dass hier Autobahnbrücken abstürzen. Als wir diese Brücke im Jahr 2006 passierten, stürzte sie noch nicht, sie zeigte nicht einmal eine Absicht, es zu tun. Trotzdem ist es möglicherweise eine bessere Idee Genua mit dem Zug zu besuchen, besonders, wenn man auf der Ligurischen Riviera wohnt, oder der „Riviera dei Fiori“ also der „Riviera der Blumen“, wie sie die Italiener schmeichelhaft nennen. Es ist sicher eine bessere Idee, als in der Stadt zu übernachten, die dank ihres Hafens, in dem große Schiffe und Tanker anlegen, reich geworden ist. In diesem Punkt hat Genua heutzutage seinen ehemaligen erbitterten Gegner Venedig weit überwunden, da Venedig zu einer touristischen Attraktion degradiert worden ist und langsam auf den Meeresboden sinkt. Genua bleibt eine bedeutende Stadt, sie ist letztendlich neben Turin, Mailand und Rom die vierte italienische Stadt, die sich zwei Klubs in der ersten italienischen Fußballiga  – Serie A -zu haben, leisten kann. Venedig hat hier keinen.

Der Westbahnhof von Genua „Statione Principe“ ist ziemlich zentral gelegen und ein guter Ausgangpunkt für den Besuch der Altstadt. Sollten Sie von Osten kommen, steigen Sie in „Statione Brignoni“ aus und Sie würden gleich von der Haupteinkaufstrasse der Stadt „Via XX.Settembre“ begrüßt. Hätten Sie eine kaufsüchtige Gattin mit, dann war es das auch schon mit dem Stadtbesuch.

               Es gab Zeiten, als Genua noch berühmter und reicher als heute war, die Stadt gehörte zu den ersten Mittelmeergroßmächten und führte einen erbitterten Kampf um diese Stellung mit seinen Konkurrenten, mit Arabern, Türken, aber vor allem mit seinen italienischen Gegnern Pisa und Venedig. Warum wissen wir über Venedig viel mehr als über Genua? Das hat seinen Grund in den ewigen innenpolitischen Streitereien zwischen den genuesischen Adelsfamilien um die Macht in der Stadt, was letztendlich zum Verlust der Unabhängigkeit führte. Genua konnte – mit Ausnahme der Eroberung von Korsika (die dann die Stadt im Jahre 1755 an Frankreich verkaufte) und des Nordteils von Sardinien, kein solches Imperium aufbauen, wie sein Gegner an der Adria. Seine kaufmännischen Stützpunkte lagen eher auf der Schwarzmeerküste, besonders auf der Krim, obwohl im vierzehnten Jahrhundert es Genua doch noch geschafft hat, einige Insel im Ägäischen Meer bei der heutigen türkischen Küste wie Lesbos oder Chios unter seine Kontrolle zu bringen.

               Die genuesischen Häfen auf der Krim wurden zum Schicksal für ganzes Europa. Im Jahr 1346 entschlossen sich die heimischen Tataren, die reiche genuesische Niederlassung in Kaffa zu erobern. Als die Genueser nicht bereit waren, zu kapitulieren, begannen die Belagerer mit merkwürdigen schwarzen Hauttumoren bedeckte Leichen über die Stadtmauer zu schleudern. Die Genueser haben bei diesem Anblick Angst bekommen, verließen die Stadt auf ihren Schiffen, segelten aber nicht nach Hause, sondern nach Marseille. Pasteurella pestis, also das Bakterium der Pest, transportierten sie bereits mit. Die Folge war die schlimmste Epidemie, die je Europa erlebt hat.

               Wegen seiner Kolonien am Schwarzen Meer musste Genua gute Beziehungen mit dem Byzantinischen Reich pflegen, da dieses Reich die Meeresengen Bosporus und Dardanellen kontrolliert hat. Genua erhielt vom Kaiser den Stadtteil Pera und es waren 700 genuesische Kämpfer, die unter der Führung des Condottieres Giovanni Giustiniani im Jahr 1453 heldenhaft monatelang Konstantinopel in seinem letzten Kampf gegen hundertausende Türken verteidigten.

               In dieser Zeit hatte allerdings Genua seine erste Hochblüte bereits hinter sich. Genua schaffte es zwar, seinen ersten Konkurrenten Pisa in der Schlacht bei Meloria im Jahr 1284 zu vernichten, verlor aber danach selbst den Kampf gegen Venedig in der Schlacht bei Chioggia im Jahr 1380. Danach wechselte in Genua die Herrschaft der Viscontis aus Mailand mit den französischen Königen, bis im Jahr 1528 Andrea Doria die Stadt befreite und zu einem neuen Höhepunkt der Konjunktur brachte. Weil es in der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhundert geschah und in dieser Zeit die Renaissance gerade ihren Höhepunkt erreichte, erklärt diese Tatsache die Menge der architektonischen Juwelen in der Stadt, die gerade aus dieser Epoche stammen. Wie zum Beispiel die atemberaubende Kirche „Santissima Anunciata“, die die Familie Lomellini bauen ließ. Selbstverständlich finden wir in der Stadt auch ältere Bauten, wie zum Beispiel die Stadttore, die ein Teil der Stadtbefestigung waren und zu Verteidigung gegen Kaiser Friedrich Barbarossa im zwölften Jahrhundert gebaut worden sind, wie die „Porta dei Vaca“ oder die „Porta Soprana“, deren hohe Türme gleich neben dem Geburtshaus des berühmtesten Genueser Christoph Kolumbus in den Himmel ragen. Oder das ganze Privatstadtviertel der Familie Doria um den Platz „San Matteo“ (in der Kapelle San Matteo ist der berühmteste genuesischer Herrscher Andrea Doria begraben) wo noch der gotische Stil überwiegt.

               Andrea Doria war eine imposante Persönlichkeit der europäischen Geschichte, es zahlt sich aus, bei ihm länger zu verbleiben, bis wir unsere Reise zu weiteren genuesischen Sehenswürdigkeiten fortsetzen. 

Er wurde im Jahr 1466 geboren, in für Genua schwierigen Zeiten. Seit 1484 wütete nämlich Krieg zwischen Frankreich und Spanien um die Vorherrschaft in Italien, der vom französischen König Karl VIII. ausgelöst worden war. (Wahrscheinlich aus diesem Grund suchte Christoph Kolumbus seine Bestimmung nicht zu Hause, sondern auf der Pyrenäenhalbinsel). Der Krieg legte in seiner Intensität zu, als die Throne beider Weltmächte junge Herrscher bestiegen, König Franz I. in Frankreich und Kaiser Karl V. in Spanien. Doria stand zuerst auf der kaiserlichen Seite, als Karl V. allerdings im Jahr 1522 Genua eroberte, wechselte er in den französischen Dienst und im Jahr 1524 befreite er Marseille aus der kaiserlichen Belagerung. Danach wechselte er wieder die Seiten und wurde zum kaiserlichen Admiral. Angeblich war der Grund, dass der französische König seine Heldentaten unzureichend honorierte. Wenn jemand seinen Verrat rechtfertigen will, findet er immer ein passendes Argument. Wenn er dann auch siegt, gibt es niemanden, der sein Handeln in Frage stellen würde. Doria siegte. Nur am Rande erlaube ich mir eine Notiz, dass im Jahr 1525 Franz I. bei Pavia die entscheidende Schlacht verlor und selbst in Gefangenschaft geriet. Schon aus diesem einfachen Grund konnte er Doria kaum die von ihm verlangte Belohnung auszahlen. Andrea Doria handelte also offensichtlich pragmatisch und stelle sich an die Seite des Siegers. Das ist immer viel angenehmer, als an der Seite des Verlierers zu beharren. Einen Geschlagenen kann man viel einfacher verraten als einen Sieger, besonders, wenn dieser im Gefängnis sitzt. Im Jahr 1528 übernahm Doria unter dem kaiserlichen Schutz die Macht über seine Geburtsstadt, er schrieb die Verfassung um, beendete innere Streitereien, wurde zum Herrscher auf Lebenszeit, gründete eine Herrschaftsdynastie und führte die Stadt zu einer außergewöhnlichen Blüte. Als sein unbeliebter Neffe Gianettino im Jahr 1547 ermordet wurde, behielt er die Regierung in der Stadt bis 1555, als er sich als beinahe neunzigjähriger von der Regierungsgeschäften zurückzog und die Herrschaft über Genua seinem Großneffen Giovanni (dem Sohn vom ermordeten Gianettino) überließ. Er starb im Jahr 1560 im Alter von 94 Jahren. (Übrigens, der Gründer der venezianischen Macht, der Doge Enrico Dandolo, lebte 98 Jahre lang, verwaltete Venedig bis zu seinem Tod und noch in diesem Alter nahm er am Kreuzzug ins Heilige Land teil) 

               Der Großneffe Giovanni Andrea Doria wurde dann in der legendären Schlacht bei Lepanto im Jahr 1571 berühmt, obwohl auf eine einigermaßen merkwürdige Art. Er führte den rechten Flügel der christlichen Flotte an und ließ sich vom türkischen Piraten Ulugh  Ali aus dem Schlachtfeld ausmanövrieren (für sein ziemlich ungeschicktes Manöver wurde er sogar des Verrates beschuldigt) um letztendlich im Finale der Schlacht doch irgendwie zur Schlacht zu stoßen, gerade im Moment, als sich Ulugh Ali nach der Eroberung des Flaggschiffes der Malteserritter Ansprüche auf den Gesamtsieg machte. Doria fiel den siegreichen Türken in den Rücken und zwang sie zur Flucht. In dieser Schlacht kämpften das erste Mal in der Geschichte die verbitterten Feinde Venedig und Genua Seite an Seite. Also „Seite an Seite“ – Venezianer waren auf dem linken Flügel der Flotte und Genueser auf dem rechten, der Admiral und Kommandant der Armee Juan d´Austria steckte zur Sicherheit zwischen diese zwei Streithahne die ganze spanische Flotte und dazu auch alle Schiffe der Malteser. So konnte er verlässlich verhindern, dass sich seine Verbündeten nicht in die Haare gerieten.    

               Der berühmteste Sohn der Stadt Genua ist aber zweifellos Christoph Kolumbus. In seinem Schatten bleibt nicht nur Andrea Doria, aber auch Niccolo Paganini, der allerdings nicht vergessen wurde. Seine berühmte Geige vom Geigermacher Guarniri aus dem Jahr 1743 wird im Museum im Palast Doria Tursi auf der „Via Garribaldi“ aufbewahrt.    

               Das Geburtshaus von Kolumbus ist eine Halbruine in der Nähe von der „Porta Soprana“.

Um die Wahrheit zu sagen, bin ich von der Authentizität dieses Hauses nicht wirklich überzeugt. Die Genueser suchten offensichtlich irgendein Haus aus dem fünfzehnten Jahrhundert und die sind außerhalb des Privatviertels der Familie Doria eine Mangelware. Und es wäre sehr unglaubwürdig, den kleinen Christoph im Palast der Familie Doria geboren werden zu lassen. Übrigens für die, die Zweifel hätten, gibt es ein zweites ebenso verlässlich authentisches Geburtshaus von Christoph Kolumbus in der Stadt Calvi auf Korsika. Aber authentisch oder nicht, natürlich wird es besucht, übrigens die Staue des großen Seefahrers begrüßt den Stadtbesucher gleich, wenn er den Bahnhof „Statione Principe“ verlässt und nach Kolumbus wurde auch der genuesische Flughafen benannt.

Dann ist es notwendig, in die typischen genuesischen Gässchen unterzutauchen. Sie sind extrem eng und von sehr hohen Häusern umgeben (in Genua gab es einfach immer ziemlich wenige Baugründe).

               Genua lebte und lebt dank seines Hafens. Der große, industrielle, liegt südlich der Altstadt, wir hielten uns natürlich in dem Passagierhafen auf, mit dem Schiff, auf dem Roman Polanski im Jahr 1996 den Film „Die Piraten“ drehte und mit einem großen Aquarium.

Das Aquarium wurde zur Ausstellung EXPO im Jahr 1992 gebaut – natürlich zu Ehre des Fünfhundertjahrejubiläums der Entdeckung Amerikas. Wie sonst? Der Besuch im Aquarium von Genua ist natürlich ein Pflichtprogramm und es ist hier wirklich viel zu sehen. Nicht nur die Seehunde, Haie oder Kröten usw., aber auch die Pinguine, die für uns genau so posierten, wie Skipper, Kowalski, Rico und Private aus dem Film Madagaskar.

               In der gleichen Zeit in den Jahren 1992 – 1994 (Genua war 1992 die Kulturhauptstadt Europas) wurde der verfallene Ankerplatz von Architekten zum heutigen großartigen Schaufenster der Stadt umgebaut.

               Der Kai des Hafens ist heute eine breite Promenade, die von Luxushäusern und Palmen umrahmt ist. Sie wäre noch schöner, wenn jemand nicht die Idee gehabt hätte, gerade  hier eine überirdische vierspurige Straße zu führen, aber wie wir bereits wissen, haben die Genueser mit Autobahnen ein kleines Problem. Diese Straße verunstaltet auch den Blick auf das schönste Gebäude auf dem Kai, den legendären „Palazzo San Giorgio“.

Es ist ein atemberaubendes Gebäude, bedeckt von Fresken und war der Sitz der „Banca San Giorgio“, des mächtigsten genuesischen Geldhauses, heute ist es logischerweise der Sitz der italienischen Nationalbank. Gerade in diesem Haus, das in damaligen Zeiten auch als Gefängnis diente, schrieb Marco Polo sein berühmtes Buch „Million“, als er hier nicht ganz freiwillig als Kriegsgefangener nach der venezianischer Niederlage in der Schlacht bei Curzola die Jahre 1298 – 1299 verbringen musste.

               Nur ein Stück weiter rechts (aus dem Blick von der Hafenseite) führt eine Straße bergauf in die Altstadt. Als erstes begrüßt den Besucher die Kathedrale San Lorenzo aus schwarzem und weißem Marmor.

Die Ähnlichkeit mit den Bauten auf der „Piazza dei Miraculi“ in Pisa ist nicht zufällig. Erstens hat sich der sogenannte pisanische romanische Stil über das ganze Tyrrhenische Meergebiet verbreitet, zweitens stammt der Marmor aus den gleichen Steinbrüchen in Carrara an der Grenze zwischen Toskana und Ligurien und dieser wertvolle Stein war einer der vielen Gründe, warum die Genueser für die Pisaner keine Liebe empfinden konnten, bis Pisa nach dem Jahr 1284 das politische Schlachtfeld räumen und die Machstellung Genua überlassen musste. Die Kathedrale hat nur einen Turm, er wurde zwischen den Jahren 1552 – 1557 gebaut. Ich habe keine Ahnung, warum Andrea Doria den Nordturm nicht fertig bauen ließ, wahrscheinlich investierte er das Geld irgendwo anders. Oder hat sein Architekt gekündigt – dazu kommen wir noch. Die Kathedrale ist auch innen sehr reich geschmückt, der größte Schatz wird in der Renaissancekapelle des heiligen Johannes des Täufers aufbewahrt, beide diese Schatzstücke stammen aus dem ersten Kreuzzug, an dem genuesische Matrosen aktiv teilgenommen haben. In der Schatzkammer der Kathedrale findet man eine Schale aus grünem Glas (Sacro catino), erbeutet in Caesarea im Jahr 1101, von der Genueser glauben, es wäre der heilige Gral und in der Kapelle wird dann die Asche des heiligen Johannes des Täufers beherbergt, die nach Genua bereits im Jahr 1098 gebracht worden ist. Die Entscheidung, welche von diesen heiligen Reliquien die Kirche auf wundervolle Weise gerettet hat, als die Kathedrale im Jahr 1941 von einer britischen Fliegerbombe getroffen wurde, die aber nicht explodierte, überlasse ich dem Leser. Die Bombe kann man übrigens auch heute noch in der Kirche bestaunen.

               Nur ein paar Schritte von San Lorenzo, grundsätzlich noch auf dem gleichen Platz (obwohl er mittelweile den Namen auf „Piazza Giacomo Matteoti“ geändert hat) befindet sich der „Palazzo ducale“, ein riesiger Dogenpalast im klassizistischen Stil und die Kirche „Chieza de Gesu“ mit zwei Bildern von Rubens. Nur ein kleiner Stück weiter gibt es das wahre Zentrum von Genua, den großartigen Platz „Piazza dei Ferrari“ mit einer riesigen Fontäne und wunderschönen Häusern im Stil von Neobarock und Klassizismus inklusiv der Oper von Genua „Teatro Carlo Felice“.

Vor ihm haben wir neben der üblichen Reiterstatue von Guiseppe Garribaldi, die in keiner italienischen Stadt fehlen darf, auch einen Eingang ins „Metro“ von Genua gefunden. Genua hat tatsächlich eine U-Bahn obwohl nur mit  einer Linie und acht Stationen, sie wurde im Jahr 1990 in Betrieb genommen. Sie war dringend nötig, Genua zieht sich nämlich entlang der Küste in der Gesamtlänge von 35 Kilometer hin. Wir traten nicht ein und gingen in die „Galleria Mazzini“, einer gläsernen Einkaufpassage, sehr ähnlich der „Passage Vittorio Emanuelle“ in Mailand oder „Umberto I.“ in Turin. Es gäbe die Zeit für einen Kaffee während die Gattin die Schaufenster der Geschäfte bewundern dürfte. Leider mag es meine Frau nicht wirklich, die Schaufenster zu bestaunen, also die Zeit für den Kaffee blieb relativ kurz. Es war notwendig weiter zu gehen.

               Was Genua zu Genua macht, sind seine prächtigen Paläste, der Beweis für den Wohlstand der Stadt im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert. Dann wurde die Stadt zuerst von Ludwig XIV. und dann von Österreichern in die Defensive gedrängt, die Österreicher nahmen Genua sogar im Jahr 1746 ein. Die schönsten Paläste reihen sich einer neben dem anderen gerade in der Straße, die den Namen des berühmtesten italienischen Rebellen Giuseppe Garribaldi trägt. Die Paläste verdanken ihr monumentales Aussehen dem Architekten Galeazzo Alessi und seinen Schülern – übrigens handelt sich bei Alessi um den Architekten, der an der Kathedrale San Lorenzo den einzigen Turm baute. Dann kümmerte er sich offensichtlich nur mehr um seine privaten lukrativen Aufträge und deshalb blieb der zweite Kirchenturm unvollendet. Hier steht der bereits erwähnte „Palazzo Tursi“ oder der „Palazzo Podestá“. Nur ein paar Schritte weiter gibt es den „Palazzo Spinola“, in dem die Nationalgallerie untergebracht ist.                       

    Den schönsten Palast haben wir auf der Rückkehr zum Bahnhof entdeckt. „Palazzo Reale“ steht beinahe direkt am Kai auf der „Via Balbi“, hinter ihm fanden wir einen wunderschönen kleinen Park mit Mosaikboden, Blumen, Palmen und einem Blick zum Hafen – natürlich verstellt durch die vierspurige Autobahn, die direkt um den Hafen verläuft und leider noch nicht abstürzte. In der Zeit, als im „Palazzo Reale“ Savoyische Könige verweilten, gab es dieses Ungeheuer noch nicht.                 

  Aber Achtung, ich hätte fast etwas vergessen. Die Stadt zieht vom Hafen in die Berge, da bereits in den Straßen von Genua die Alpen beginnen. Also bevor man Genua verlässt, bitte nicht vergessen, zu „Largo Zecca“ zu laufen (es ist vom „Palazzo Reale“ nicht weit) und dann mit der Seilbahn zur obersten Station zu fahren. Von hier gibt es der schönste Blick auf die Stadt, die einmal so berühmt war und für italienische Verhältnisse auch heute immer noch ausreichend reich ist.     

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